Kirche Zur schmerzhaften Muttergottes - Almendorf

„Zur schmerzhaften Muttergottes“

Die Filialkirche in Petersberg-Almendorf trägt den Namen „Zur schmerzhaften Muttergottes“.

Sie wurde im Jahre 1707 als Kappelle von Johann-Casper Scheffer gegründet.
1962 wurde die Kirche erweitert und benediziert.

Der Patronatstag ist der 15. September.

Mit ihren 250 Sitzplätzen und dem Hochaltar im Barockstil ist diese Kirche nicht die Kleinste in unserer Pfarrei.
Die Sakristei wurde im Jahr 2002 umfangreich renoviert und erweitert.

Die „wunderschöne Almendorfer Dorfkirche“, wie sie von Gläubigen liebevoll genannt wird, baut auf der 1707 von Johann Caspar Scheffer gestifteten „Capelle zur Schmerzhaften Mutter Gottes“ auf. Damit bedankte sich Scheffer, Deutschordenspriester und Pfarrer i.R. von Eschenbach, für die Obhut, die ihm als Waisenkind in einer Stöckelser Pflegefamilie und der heimatlichen Nachbarschaft gewährt worden war.


In 1914 ist die Kapelle um ein Drittel verlängert, eine Sakristei angebaut und eine Empore eingerichtet worden. Ihr heutiges Erscheinungsbild hat die Almendorfer Kirche „Zur Schmerzhaften Mutter Gottes“ in 1961 erhalten. An die geöffnete Nordwand ist ein großzügiges Längsschiff angebaut und nebenan ist ein weithin sichtbarer Kirchturm errichtet worden.


Im Mittelpunkt alter und moderner Kunstwerke steht der Barockaltar mit der Holz-plastik der Schmerzhaften Mutter Gottes und den assistierenden Holzfiguren des heiligen Georgs und der heiligen Elisabeth. Diese Figuren stammen aus der Werkstatt des renommierten Bildhauers Andreas Baltasar Weber. Weitere barocke und moderne Holzfiguren schmücken den Altarraum, das Hauptschiff und die Empore.


In den beiden Glasfenstern rechts und links des Altars hat die international bekannte Künstlerin Agnes Mann zwei Kreuzwegdarstellungen bildlich gefasst. In Altarnähe ist zudem eine Kopie der Grabplatte des Kirchenstifters Johann Caspar Scheffer in die Wand eingelassen worden und über dem Nebenportal hängt innen das Giebelkreuz von 1707. Außen steht in einer Nische eine Steinfigur des hl. Wendelinus aus 1914, darunter nennt eine steinerne Inschriftenkartusche aus der Entstehungszeit Stifter und Namen der Capelle.
Über dem Hauptportal hat der Petersberger Bildhauer Johannes Kirsch ein Sandsteinrelief zu Jesu reichem Fischfang geschaffen, während der Kirchturm mit einer Schutzmantelmadonna aus Lindenholz und einer steinernen Friedenstaube des Rhöner Künstlers Elmar Baumgarten zu einer Friedensgedenkstätte entwickelt worden ist.


Virtuose Orgelklänge, Aufführungen des Kirchenchores Almendorfer Singekreis und Adventskonzerte sowie Prozessionsbegleitungen der Haunedorfer Musikanten setzen kirchenmusikalische Akzente. Ihre Harmonien spiegeln das Miteinander von dörflicher und kirchlicher Gemeinschaft, die sich im nahtlosen Übergang von Kirch- und Dorfplatz zeigt. Verwurzelt aber ist sie im unerschütterlichen Vertrauen in die von Schicksalsschlägen heimgesuchte Gottesmutter sowie in der ausgeprägten, Jahrhunderte andauernden religiös-spirituellen und finanziellen Unterstützung der Almendorfer Dorfkirche durch die Gläubigen.